Repräsentationen von Wasser und Heilquellen in der Frühen Neuzeit zwischen Sakralität und Säkularität (Ute Lotz-Heumann)
Wasser, Quellen und Brunnen sind in Mythologie und Religion mit vielfältigen Bedeutungsinhalten aufgeladen. Im Judentum, Christentum und Islam repräsentieren sie nicht zuletzt Reinigung und Erneuerung in einem umfassenden - körperlichen, geistigen und/oder seelischen - Sinn. Während Wasser, Quellen und Brunnen damit hauptsächlich Symbole des Lebens sind, repräsentieren sie aber auch das Bedrohliche und Zerstörerische (Beispiel Sintflut). Ausgehend von den biblischen Erzählungen (Quellwunder Mose, Taufen) erlangte das Wasser im christlichen Glauben und Kultus eine herausragende Bedeutung, insbesondere als Tauf- und Weihwasser. Ausgehend von biblischen Heilungswundern wie am Teich Bethesda und verknüpft mit älteren, germanisch-heidnischen Kultformen an Quellen entstanden überall im mittelalterlichen Europa heilige Quellen, die - alleine, aber meist in Verbindung mit Heiligenverehrung - zum Ziel von Wallfahrten wurden. Die Wunderheilungen wurden unmittelbar der sakralen Qualität des Wassers zugeschrieben, sodass sich im mittelalterlichen Katholizismus zahlreiche Kultpraktiken um das Quellwasser entwickelten.
Durch Reformation und Konfessionalisierung wurden die Repräsentationen von Wasser, Heilquellen und Heilungen durch Wasser im 16. Jahrhundert Teil des konfessionellen Diskurses. Während der Katholizismus an einer sakralen Deutung des Wassers festhielt, waren Wunder und "heilige Quellen" im protestantischen Gelehrtendiskurs nicht mehr akzeptabel. Luther und andere Reformatoren des 16. Jahrhunderts hielten ihre eigene Zeit nicht für eine Zeit der Wunder und verurteilten den katholischen Wunderglauben als Aberglauben.
Neben diesen konfessionellen Diskursen um die Repräsentationen von Wasser und Heilquellen stehen im Spätmittelalter und in der beginnenden Frühen Neuzeit weitere Diskurse: Zum einen entwickelte sich im Reich des 16. Jahrhunderts durch Übernahme norditalienischer Vorbilder die Heilquellenkunde, die Balneologie, die bislang auch in der medizinhistorischen Forschung eher marginalisiert worden ist. (So sortiert beispielsweise Mary Lindemann die Balneotherapie unter die "faddish cures" ein, Lindemann 1999, S. 225.) Zum anderen stehen auch die Jungbrunnenvorstellungen und -darstellungen von Renaissance und Humanismus ((Lucas Cranach, Hans Sebald Beham, Hans Sachs) in einem ungeklärten Spannungsverhältnis zum medizinischen, religiösen und später konfessionellen Diskurs: Anknüpfend an die christliche Vorstellung von der Erneuerungskraft des Wassers wird diese Erneuerungskraft auf das Diesseits bezogen und damit tendenziell säkularisiert.
In der Forschung sind einzelne Teilbereiche, die mit dem vorliegenden Untersuchungsfeld im Zusammenhang stehen, gut aufgearbeitet, die Frage nach den Repräsentationen von Wasser und Heilquellen wird jedoch bislang kaum gestellt, obwohl die grundlegende Arbeit von Alain Corbin über die Wandlung der Perzeption des Meeres in der Sattelzeit deutlich gemacht hat, welches Potential in solchen Fragestellungen liegt (Corbin 1999; vgl. auch Böhme 1988). Die Historiographie zu Reformation und Konfessionalisierung hat zwar die vielfältigen Spannungen zwischen theologischen Diskursen und Formen der "Volksreligiosität", insbesondere das Fortleben "katholischer" Praktiken und Vorstellungen im Protestantismus, analysiert, gerade das Wasser und die Wunderquellen sind in diesem Kontext jedoch vernachlässigt worden (z.B. Zeeden 1985, Scribner 1993). Zudem gibt es bislang kaum Berührungspunkte zwischen diesen religionsgeschichtlichen Studien, der medizingeschichtlichen Forschung, die die Anfänge der Balneologie untersucht, sowie der kunst- und geistesgeschichtlichen Forschung zu Renaissance und Humanismus. Richtungsweisend ist aber die neuere wissenschaftsgeschichtliche Forschung, die nicht mehr nach dem wissenschaftlichen Fortschritt fragt, sondern die wissenschaftsgeschichtlichen Entwicklungen in den zeitgenössischen kulturellen und sozialen Kontext einbettet und dabei gerade für die Wissenschaft der Frühen Neuzeit die Rolle der Religion betont (z.B. Dirlinger 1997).
Ziel des Projektes ist es, anhand von textuellen und visuellen Quellen unterschiedlichster Provenienz die Repräsentationen von Heilwasser und -quellen zwischen Sakralität und Säkularität vom 16. bis zum 18. Jahrhundert zu untersuchen. Bei den textuellen Quellen reicht die Bandbreite von Flugblättern und Flugschriften über theologische Traktakte bis zu balneologischen Abhandlungen, bei den visuellen Quellen von Holzschnitten auf Flugblättern bis hin zu Gemälden.
Auf dieser Quellengrundlage sollen die folgenden Fragen untersucht werden: Wie werden Wasser und Heilquellen in den konfessionellen Diskursen der Frühen Neuzeit repräsentiert? Wo sind die Unterschiede, wo die Gemeinsamkeiten in den Repräsentationsmustern? Inwieweit werden Wasser und Heilquellen zu Themen konfessioneller Auseinandersetzung? Wie verhält sich der theologische Diskurs zu den populären Flugblättern und -schriften und zu den Vorstellungswelten und Kultpraktiken der Gläubigen im Zusammenhang mit Wasser und Heilquellen? Waren die - vor dem Hintergrund moderner wissenschaftlicher Arbeitsteilung - scheinbar getrennten Diskursebenen "Religion" und "Medizin" tatsächlich voneinander geschieden oder wie waren sie aufeinander bezogen? Wie fügen sich die von Renaissance und Humanismus geprägten Jungbrunnen-Vorstellungen als weitere Repräsentationsebene ein? Um die Frage nach den Wechselbeziehungen und Spannungsverhältnissen zwischen religiösen und säkularen Repräsentationen von Wasser und Heilquellen und nach Konjunkturen dieser Repräsentationen möglichst präzise zu beantworten, wird jeweils sehr genau nach den Akteuren und ihren Interessen (z.B. Theologen, Mediziner), den Medien (z.B. populäres Flugblatt, balneologische Abhandlung; textuelle/visuelle Darstellung) gefragt. Eine detaillierte Diskursanalyse der textuellen Quellen gibt Aufschluss über die Konstruktion von Deutungsmustern sowie die Mechanismen der erfolgreichen Etablierung kollektiver Repräsentationen. Dabei wird besonders darauf geachtet, wie Autoren und Texte aufeinander Bezug nehmen oder sich voneinander abgrenzen.
In der ersten Projektphase wurde der Schwerpunkt auf die Sammlung deutschsprachiger publizistischer Quellen zwischen dem 16. und frühen 18. Jahrhundert gelegt. Es hat sich erwiesen, dass die Menge des überlieferten Schrifttums die Erwartungen bei Weitem übertrifft, so dass dieser Teil der Quellensammlung und -sichtung noch nicht abgeschlossen ist. Unter den deutschsprachigen Büchern finden sich auch Übersetzungen ursprünglich lateinischer balneologischer Traktate, wobei jedoch die Aufarbeitung der balneologischen Fachliteratur sowie der kunstgeschichtlichen Quellen noch nicht begonnen wurde. Die Konzentration auf deutschsprachige Quellen erfolgte, um zunächst Bücher, Flugschriften und Flugblätter in den Blick zu nehmen, die ein relativ breites Publikum bis hin zu Illiteraten, die zumindest als Rezipienten der Flugblätter anzusehen sind, erreichten. Da gerade Flugblätter und kurze Flugschriften nachweislich für einen Markt geschrieben wurden, gehe ich von der Annahme aus, dass diese Quellentypen gegebenenfalls ein "Einsickern" ent-theologisierter Deutungsangebote und säkularisierter Repräsentationsmuster in die Gesellschaft spiegeln.
Die bisherigen, als vorläufig zu betrachtenden Beobachtungen zeigen zum einen die Komplexität und "Wellenbewegungen" von Sakralisierungs- und Säkularisierungsprozessen in den Repräsentationen, bestätigen aber zum anderen die These eines langfristigen Säkularisierungsprozesses in der Frühen Neuzeit.
Die deutschsprachigen balneologischen Schriften des 16. Jahrhunderts legen eine sich bereits früh anbahnende Säkularisierung der Repräsentation von Heilwasser und -quellen im medizinischen Diskurs nahe: Denn auch, wenn in den Vorworten, Einleitungen und Schlussteilen solcher Schriften auf Gott verwiesen wird, greifen die Autoren in den wissenschaftlichen Hauptteilen ihrer Werke nicht auf eine magisch-sakrale Qualität des Wassers zur Erklärung seiner Heilkräfte zurück, sondern orientieren sich an der antiken Elementenlehre und suchen die Ursachen der Heilkräfte des Wassers in seiner Zusammensetzung. Heilendes Wasser repräsentierte hier - wahrscheinlich aufgrund der Anlehnung an den italienischen Renaissancediskurs - nicht mehr "das Heilige", sondern befand sich bereits auf dem Weg zum säkularisierten "Medikament", dessen Heilkräfte durch empirische Beobachtung zu erforschen waren (z.B. Fries 1519; Etschenreuther 1571; vgl. Probst 1971). Einzelne, von Ärzten und Laien verfasste Flugblätter und -schriften des frühen 17. Jahrhunderts übertragen diese Repräsentation, die bezeichnenderweise nicht bildlich ausgedrückt wird, bereits auf einen populären Markt und werben ohne Gottesbezug und nur mit chemisch-medizinischen Argumenten für eine Heilquelle (z.B. Schenck 1617).
Der quantitativ dominante Diskurs der populären Flugschriften und Flugblätter zeigt dagegen eine deutliche religiöse Aufladung und zwar vor allem im Kontext und den Folgewirkungen der so genannten Wundergeläufe, d.h. großen Zulaufbewegungen zu als wundertätig propagierten Quellen, die schon äußerlich ihre Parallelität zu katholischen Wallfahrten nicht leugnen können. Jens Johansen, der die dänischen "holy wells" erforscht, vertritt sogar die These, diese seien in Dänemark erst nach der Reformation als Kompensation für die entfallenen Wallfahrten entstanden (Johansen 1997). Insbesondere das Hornhausener Wundergeläuf von 1646-47 hat dabei über Jahrzehnte einen reichen Niederschlag in der Publizistik gefunden - das bestätigt wiederum die Tendenz in der neueren Forschung, die Epoche der Konfessionalisierung insbesondere unter kulturgeschichtlichem Blickwinkel in die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts hinein zu verlängern.
An den bislang untersuchten Wundergeläufen in lutherischen Territorien des 16. und 17. Jahrhunderts - Pyrmont in der Grafschaft Spiegelberg 1556 und Hornhausen im Bistum Halberstadt - wird deutlich, dass eine Differenz in der Perzeption und Einordnung von Wunderquellen zwischen lutherischen Geistlichen einerseits und Gläubigen andererseits bestand. Aus dem Diskurs der Flugschriften und Flugblätter lässt sich herauslesen, dass die Vorstellungswelt und die Praktiken der lutherischen Gläubigen im 16. und 17. Jahrhundert im Kontext von Wunderquellen auf die Sakralität des Wassers ausgerichtet blieb. Die Pfarrer und Theologen als Verfasser der Flugschriften und -blätter versuchten jedoch nicht, dagegen im oben beschriebenen Sinne "fundamental" anzuschreiben - sie leugneten nicht, dass hier Heilungswunder passierten. Vielmehr ging es ihnen um eine nach ihrem Verständnis des Luthertums angemessene Umdeutung der populären Repräsentationen und Praktiken. Die lutherischen Pfarrer suchten die Deutungshoheit über die Wunderquellen zu erlangen, indem sie immer wieder darauf verwiesen, dass dem Wasser an sich keine sakrale Qualität zugeschrieben wurde dürfe, sondern dass Gott allein die heilende Kraft sei und die Wunder bewirke - nicht umsonst wurden zwei der Hornhauser Brunnen mit dem Namen "Gnadenbrunnen" belegt. Sie betonten, dass nur der rechte Glaube die Heilung sichere und empfahlen das intensive Gebet als Begleitung der Brunnenanwendung. Dies wurde auch als öffentliches Brunnengebet institutionalisiert. (Vgl. z.B. Keil 1597; Salchmann 1646.)
Meine vorläufiges Fazit zu den lutherischen Wundergeläufen kreist um die Begriffe "Re-Christianisierung" und "Säkularisierung" sowie die Frage nach intendierten und nicht intendierten Wirkungen und schließt in mancher Hinsicht an die Weber-These an: Meine These ist, dass hier die lutherischen Pfarrer zwar in ihrem Selbstverständnis meinten, die Repräsentation von Wunderquellen zu "re-christianisieren", also auf das rechte, lutherische Verständnis von Gottes Wirken in der Welt zurückzuführen, dass sie aber in einer langfristigen Perspektive mit ihrem Deutungsmuster sozusagen ein un-intendiertes "Loch" für die Säkularisierung in die frühneuzeitliche Religiosität schlugen. Sie "säkularisierten" mit ihrer Argumentationsweise das Wasser an sich - bei den Wundergeläufen war die Nähe zur katholischen Wallfahrt und Heiligenverehrung offensichtlich so groß, dass im Kontext der Konfessionalisierung entschieden allein auf die Gnade Gottes verwiesen werden musste.
Gegen Ende des 17. und zu Beginn des 18. Jahrhunderts geriet dieser theologische Diskurs um die Wunderbrunnen eindeutig in die Defensive. Es gibt nun lutherische Flugschriften über Wunderquellen, die deutlich an Rückzugsgefechte erinnern, indem sie explizit thematisieren, dass die Menschen ja aufgehört hätten, an Wunderquellen zu glauben; dem wird ein ausführlicher Beweis des Brunnens als Gabe Gottes und der Wundertätigkeit entgegengesetzt. (Vgl. z.B. Titelius 1693; Zimmermann 1732.)
Einen anderen Weg beschritt Johann Albert Fabricius mit seiner Hydrotheologie von 1734, in der mit dem Ziel, "die Menschen zur Liebe und Bewunderung ihres gütigsten, weisesten, mächtigsten Schöpfers zu ermuntern", die neuesten naturwissenschaftlichen Erkenntnisse über Wasser über lange Strecken ohne theologische Ausführungen dargestellt werden. Fabricius lehnt Quellwunder dabei dezidiert ab: Das Wunder, bei dem Moses mit dem Stock auf den Fels schlägt und eine Quelle entspringt, wird so interpretiert, dass an dieser Stelle auf natürliche Weise eine Quelle vorhanden war, die Gott Moses nur offenbarte (Fabricius 1734). Die Argumentation von Fabricius deckt sich in vielerlei Hinsicht mit der Tatsache, dass Wundergeläufe zu Beginn des 18. Jahrhunderts ausliefen und die populären Brunnenschriften des frühen 18. Jahrhunderts, die im Gegensatz zu den Wunderbrunnenschriften meist von Ärzten verfasst wurden, im Allgemeinen mit einem Hinweis auf das Heilwasser als Gottes natürliche Gabe am Anfang und/oder am Ende auskamen, seit der Mitte des 18. Jahrhunderts dann auch ganz ohne Gottesverweis.
Die ersten Hypothesen, die sich vor allem auf lutherische Quellen sowie deutschsprachige medizinische Brunnenschriften stützen, Quellen aus katholischem und calvinistischem Umfeld jedoch noch nicht ausreichend berücksichtigen, lassen sich folgendermaßen zusammenfassen: Der medizinisch-chemische Diskurs über Heilquellen scheint früh "säkularisiert" gewesen zu sein, d.h. dass für seine Deutungsmuster religiöse Repräsentationen von geringer Bedeutung waren. Das spricht dafür, dass - systemtheoretisch betrachtet - die funktionale Ausdifferenzierung eines naturwissenschaftlich-medizinischen Diskurses bereits zu Beginn der Frühen Neuzeit zu konstatieren ist. Zugleich bleiben religiöse Repräsentationen jedoch für die populäre Wahrnehmung von Heilquellen wesentlich, ja ihre Bedeutung nimmt im 17. Jahrhundert noch zu. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts setzt dann ein allmählicher Säkularisierungsprozess ein, verstanden im Sinne eines gesamtgesellschaftlicher Bedeutungsverlustes religiöser Deutungsmuster für die Heilkraft von Wassern. Diese allmähliche Delegitimierung religiöser Repräsentationsmuster wird auch von der Theologie im Sinne eines Rückzugsgefechtes explizit thematisiert. Ende des 18. Jahrhunderts ist der Diskurs über Heilquellen praktisch "religions- und gottesfrei", einzig die Brunnenpredigten scheinen im Sinne einer auf das spezifische gesellschaftliche Teilsystem "Religion" bezogenen Diskursebene weiterhin präsent zu sein. Der funktionale Differenzierungsprozess scheint jedoch auch von einem Transformationsprozess begleitet gewesen zu sein: Denn es fällt auf, dass die in den Mirakelbüchern der Wallfahrtsorte festgehaltenen Wunder, die Wunderlisten der lutherischen Wundergeläufe und die "säkularisierten" Heilungslisten sowohl in medizinischen Brunnenschriften als auch in allgemeinen Gebrauchsschriften in ihrem formalen Aufbau nahezu identisch sind. Es wird also auch von der Hypothese ausgegangen, dass hier eine Transformation von religiösen Wunder- in säkularisierte Heilungslisten stattgefunden hat.
Ausgewählte Quellen:
Etschenreuter, Gallus, Aller heilsamen Bäder und Brunnen Natur / krafft / tugendt / und würckung / so in Teutschlanden bekandt und erfahren. Beschrieben in Teutscher sprach / durch Gallum Etschenreutterum / der Artzney Doctor zu Straßburg, Straßburg: Christian Müller, 1571.
Fabricius, Johann Albert, Hydrotheologie Oder Versuch, durch aufmerksame Betrachtung der Eigenschaften, reichen Austheilung und Bewegung Der Wasser, die Menschen zur Liebe und Bewunderung Ihres Gütigsten, Weisesten, Mächtigsten Schöpfers zu ermuntern. Ausgefertiget von Jo. Alberto Fabricio, D. und Prof. Publ. des Gymnasii zu Hamburg, Hamburg: König, Richter, 1734.
Fries, Lorenz, Tractat der Wildbeder Natuer, Wirckung vnd Eigenschafft : mittsampt Underweisung wie sich ein yeder bereiten sol ee er badet, auch wie man baden, und ettliche Zufell der Badenden wenden sol / gemacht ... durch Laurentium Phriesen, Stuttgart: Grieninger, 1519.
Keil, Andreas von, Pyrmontanus Fons Sacer, Das ist: Beschreibung Des Wunderbaren und Welt-berühmten Heil-Brunnenns / Gelegen in der Herrschafft Pyrmont / Sammt seiner votrefflichen Krafft und Wirckung / auch welche Gebrechen des menschlichen Cörpers durch dieses Wassers Nützung / ohne Kosten / mit weniger Neben-Artzney / geheilet und curiret werden können; Vormals beschrieben von Johanne Pyrmontano, alias Feuerberg / und gedruckt zu Lemgo / 1597. durch Conrad Grothen Erben. Anjetzo wegen des gemeinen Nutzens wieder auffs neue durchgesehen / und mit Historischen Anmerckungen dieses Landes und Pyrmontischer Herrschafft herausgegeben von Andrea von Keil, o.O., o.D.
Salchmann, Friedrich, Historischer Bericht von den Hornhausischen Gesund-Brunnen / Wann dieselbe entstanden / wie sie bekandt worden / Und was der Wunderthätige GOtt biß anhero Denckwürdiges durch dieselben gewürcket hat. Zur Außbreitung der Ehren Gottes / mit sonderm Fleiß beschrieben / Und auff vielfaltiges Begehren zum Druck verfertiget / Durch Fridericum Salchmanum, Pastorem des Orths, Halberstadt: Andreas Kolwald, 1646.
Schenck, Johann Georg, Salivallis Acetosella / Krafft Eigenschafft und würckung des NeuwerfundenenHeylsamen Saurbrunnens zu Sultzmat in dem Obern Elsaß ..., Basel: Johann Schröter, 1617.
Titelius, Joachim, Einfältiger Bericht / Von denen Heyl- oder Gesund-Brunnen / absonderlich von Poltzin / Dessen Entspringung / vermuhteten Art und Eigenschafft / Entdeckung und Wirckung / wie auch Verachtung / GOtt dem Allmächtigen zu Ehren / ausgefertiget von Joachimo Titelio, Past. zu Poltzin, Stargard: Johann Nicolaus Ernst, 1693.
Zimmermann, Georg Christoph, Hygia Creilsheimensis, Oder Creilsheimischer Heyl- und Wunderbronnen / Durch Gottes Gnade Anno 1701 entsprungen / bey einer halben Stund von der Hoch-Fürstl. Brandenburg-Anspachischen Ober-Ampt-Stadt Creilsheim / ohnferne dem Dorff Roßfeld / Zum allgemeinen Nutzen und Unterricht / so wohl den Frembden / als Einheimischen / beschrieben Von Dem unten benannten Verfasser … Georg Christoph Zimmer Mann / Pfarrherrn, o.O.: Georg Christoph Zimmermann, 1732.
Ausgewählte Literatur:
Böhme, Hartmut, Hg., Kulturgeschichte des Wassers, Frankfurt a.M. 1988.
Corbin, Alain, Meereslust. Das Abendland und die Entdeckung der Küste, 2. Aufl., Frankfurt a.M. 1999.
Daston, Lorraine, u. Park, Katharine, Wonders and the Order of Nature (1150-1750), New York 1998.
Dirlinger, Helga, Das Buch der Natur. Der Einfluß der Physikotheologie auf das neuzeitliche Naturverständnis und die ästhetische Wahrnehmung von Wildnis, in: Weinzierl, Michael, Hg., Individualisierung, Rationalisierung, Säkularisierung. Neue Wege der Religionsgeschichte, München 1997, S. 156-185.
Dürr, Renate, Der schwierige Umgang mit dem schönen Wunder. Zur Rezeptionsgeschichte einer Wunderheilung aus dem Jahre 1644, in: Weib und Seeele. Frömmigkeit und Spiritualität evangelischer Frauen in Württemberg. Katalog zur Ausstellung im Landeskirchlichen Museum Ludwigsburg vom 16. Mai 1998 bis 8. November 1998, Ludwigsburg 1998, S. 89-95.
Franke, Birgit u. Schade, Sigrid, Jungbrunnen und andere „Erneuerungsbäder“ im 15. und 16. Jahrhundert, in: van Dülmen, Richard, Hg., Erfindung des Menschen. Schöpfungsträume und Körperbilder, Wien/Köln/Weimar 1998, S. 197-212.
Fürbeth, Frank, Zur Bedeutung des Bäderwesens im Mittelalter und der frühen Neuzeit, in: Dopsch, Heinz u. Kramml, Peter F., Hgg., Paracelsus und Salzburg, Salzburg 1994, S. 463-487.
Habermas, Rebekka, Wunder, Wunderliches, Wunderbares. Zur Profanisierung eines Deutungsmusters in der Frühen Neuzeit, in: Dülmen, Richard van, Hg., Armut, Liebe, Ehre: Studien zur historischen Kulturforschung I, Frankfurt a.M. 1988, S. 38-66, 278-280.
Johansen, Jens Chr. V., Holy Springs and Protestantism in Early Modern Denmark: A Medical Rationale for a Religious Practice, in: Medical History 41 (1997), S. 59-69.
Lersch, B.M., Geschichte der Balneologie, Hydroposie und Pegologie oder des Gebrauchs des Wassers zu religiösen, diätischen und medicinischen Zwecken. Ein Beitrag zur Geschichte des Cultus und der Medicin, Würzburg 1863.
Lindemann, Mary, Medicine and Society in Early Modern Europe, Cambridge 1999.
Ninck, Martin, Die Bedeutung des Wassers in Kult und Leben der Alten, Leipzig 1921.
Probst, Irmgard, Die Balneologie des 16. Jahrhunderts im Spiegel der deutschen Badeschriften, München 1971.
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Selbmann, Sibylle, Mythos Wasser. Symbolik und Kulturgeschichte, Karlsruhe 1995.
Scribner, Robert W., The Reformation, Popular Magic and the "Disenchantment of the World", in: Journal of Interdisciplinary History 23 (1993), S. 475-494.
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